| Kölner
Stadtanzeiger - 29.04.2006
Auch private Eigentümer können zu ihrer Sicherheit
Wirtschaftsdatenbanken abfragen.
Ein Großteil der privaten Vermietungen erfolgt üblicherweise an
Wochenenden. Aufgrund der schwierigen Marktsituation ist der Vermieter
oft froh, wenn der begeisterte Interessent den unterschriebenen
Vertrag gleich mitnehmen will. Weil die Banken und die Schufa geschlossen
haben, bleibt allerdings keine Zeit für die wichtige Firmenauskunft.
Zu leicht lässt sich mancher vom smarten Auftreten seines neuen
Mieters blenden und erlebt ein böses Erwachen, wenn die Zahlungen
ausbleiben und Sie einen Mietnomaden
als Mieter haben.
Was viele nicht wissen: Sogar an Feiertagen kann man Erkundigungen
einziehen. Dafür stehen private Auskunfteien zur Verfügung. Entgegen
der weit verbreiteten Auffassung, nur Firmen dürften solche Daten
einsehen, haben auch private Vermieter eine Zugangsberechtigung.
Es genügt ein PC mit Internetanschluss. Abfragen sind an sieben
Wochentagen rund um die Uhr möglich.
Nach der Eingabe von Name und Anschrift liegt binnen weniger Minuten
das Ergebnis vor. Zu den bedeutenden Anbietern zählen Creditreform,
Bürgel und die DWA-Wirtschaftsauskunft. In der obligatorischen Stunde,
in der der Vertrag ausgefertigt wird und sich der Mieter die neue
Umgebung anschaut, ist Zeit genug für eine solche Abfrage. Über
Privatpersonen wird das so genannte "Zahlungsverhalten" ermittelt.
Liegen Negativmerkmale vor, beispielsweise Inkassoverfahren oder
gar eine Haftanordnung? Aber auch über Firmen - etwa den Mieter
eines Ladenlokals - können Informationen eingeholt werden. Wer wissen
will, ob jemand pünktlich und zuverlässig seinen Verpflichtungen
nachkommt, ist mit einer Kurzauskunft bedient. Eine Vollauskunft
gestattet dagegen den Einblick in eine Fülle von Einzeldaten bis
hin zu Beteiligungen und Bilanzen.
Die Kosten betragen bis zu 20 Euro für eine Privat- und rund 80
Euro für eine umfassende Firmenauskunft. Das sind zwar stolze Preise;
gemessen an den Kosten einer Räumungsklage ist das Geld aber gut
investiert. Allerdings ist eine Mitgliedschaft bei der jeweiligen
Auskunftei Voraussetzung - mit Jahresbeiträgen von nicht selten
250 Euro. Speziell auf diese Problematik geht der Bonitäts-Check
der DWA Wirtschaftsauskunft, Krefeld, ein, der ausschließlich nach
Anzahl der Abrufe berechnet wird.
Erfahren Sie hier mehr über die Auskünfte
der DWA Wirtschaftsauskunft!
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